Insulin und Diabetes mellitus Typ 2

Immer mehr Menschen erkranken weltweit an Typ 2-Diabetes. Oft ist eine Behandlung mit oralen Antidiabetika (OAD) für eine suffiziente Stoffwechselkontrolle nicht ausreichend, und es bedarf einer Insulintherapie. Die SGED (Schweizerische Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie) empfiehlt als Behandlungsziel ein HbA1c von < 7 % anzustreben, bei Patienten mit geringem Hypoglykämierisiko … Weiterlesen

Wie motiviere ich den Patienten zur Veränderung?

Quintessenz Die Phasen einer Verhaltensänderung wurden von Prochaska und DiClemente bereits 1983 anschaulich dargestellt. Nach dem Prochaska/DiClemente-Modell vollzieht sich jede Veränderung in einer Abfolge von fünf bis sieben Schritten: Präkontemplation (Absichtslosigkeit), Kontemplation (Absichtsbildung), Vorbereitung, Handlung, Aufrechterhaltung, Rückfall, im Idealfall gefolgt von erneuter Aufrechterhaltung und schliesslich Termination. Hauptfehler in der Motivationsarbeit … Weiterlesen

Wann und wie dürfen Sportlerinnen und Sportler medikamentös behandelt werden?

Quintessenz In der Dopingliste aufgeführte Wirkstoffe und Methoden sind für Sporttreibende verboten (sämtliche Informationen unter: www.dopinginfo.ch). In medizinisch klar begründeten Fällen können für Behandlungen Ausnahmebewilligungen zu therapeutischen Zwecken (ATZ) angefordert werden. In Abhängigkeit vom verwendeten Medikament ist ein vereinfachtes Verfahren (Beta-2-Agonisten, Glukokortikoide, sofern nicht systemisch verabreicht) oder ein aufwendiges Standardverfahren … Weiterlesen

Wie motiviere ich meine Patienten?

Quintessenz Zur Motivation von Patienten stehen uns Ärzten Empowermentkonzepte, Motivationstheorien, an Ressourcen orientierte Gesprächstechniken und persönlich erworbene Überzeugungsstrategien zur Verfügung. In der täglichen Praxis ist der Ansatz meist ein polypragmatischer. «Empowerment» kann mit «Ermächtigung» übersetzt werden und bezeichnet das Ideal eines Führungskonzeptes, das von Patienten verlangt, wo immer möglich selbständig … Weiterlesen

Orale Antidiabetika heute – Substanzen, Indikationen, Perspektiven

Quintessenz Die verschiedenen oralen Antidiabetika haben folgende Wirkmechanismen: Sulfonylharnstoffe und Glinide sind Insulinsekretagoga und verbessern die Insulinsekretion. Biguanide wirken auf die hepatische Glukoseproduktion. Glitazone sind Insulinsensitizer und wirken auf die Insulinresistenz. a-Glukosidasehemmer verzögern die intestinale Glukoseresorption. Mit Ausnahme von Sulfonylharnstoffen und Gliniden können alle oralen Antidiabetika beliebig miteinander kombiniert werden. … Weiterlesen

Insulintherapie beim Diabetes mellitus Typ 2

Quintessenz Im fortgeschrittenen Diabetesstadium kann eine Verbesserung der Diabeteseinstellung wegen der Betazelldysfunktion oft nur mittels Insulinbehandlung erreicht werden. Die Insulintherapie beim Typ-2-Diabetiker ist indiziert, sobald das Hb-A1c trotz geänderten Lebensstils und der konsequenten Einnahme von oralen Antidiabetika (OAD) über 7,5% ansteigt. Als primäre Therapiestrategie wird oft eine Kombinationstherapie von OAD … Weiterlesen

Granuloma anulare und Autoimmunthyreopathie

Anamnese Eine 47jährige Frau klagte über Herzrasen, neu aufgetretene Angstzustände und innere Unruhe, dies bei insgesamt stabilem Gewicht. Die Hausärztin liess die Schilddrüsenhormone bestimmen und entdeckte eine subklinische Hypothyreose: TSH 11,6 mU/l, freies T3 und freies T4 im auf die histologische Bestätigung der klinischen Referenzbereich. Fokale Schilddrüsenläsionen konnten sonographisch ausgeschlossen … Weiterlesen

Hypophysenmetastase und Mammakarzinom

Die 54jährige Frau wurde Mitte Oktober 2003 wegen Adynamie, Übelkeit, Appetitlosigkeit und zunehmender Schwäche hospitalisiert, nachdem der Hausarzt ein Serumnatrium von 124 mmol/L festgestellt hatte. Weiter beklagte die Patientin Muskelkrämpfe, eine Störung des Geschmackssinnes sowie Lumbalgien, welche 1 bis 2 Monate vorher eingesetzt hatten. Aus der früheren Anamnese waren eine … Weiterlesen

Doping im Sport – neue Entwicklungen

Quintessenz Seit 1967 basiert die Dopingbekämpfung auf einer Liste mit verbotenen Substanzklassen und Methoden, welche jedes Jahr überarbeitet und seit dem 1. Januar 2004 neu von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) herausgegeben wird. In der Dopingliste 2004 sind folgende Substanzklassen verboten: Stimulantien, Narkotika, Cannabinoide, Anabolika, Peptidhormone, Beta-2-Agonisten, antiöstrogen wirkende Substanzen, maskierende Substanzen … Weiterlesen

Hyponatriämie bei «empty sella»-Syndrom

Einleitung Die 88jährige Frau wurde Ende August 2000 wegen Appetitlosigkeit, zunehmender Schwäche und mehrmaligem Erbrechen hospitalisiert. Aus der früheren Anamnese waren die komplikationslose Geburt einer gesunden Tochter 1940, eine linksseitige Schenkelhalsfraktur bei Osteoporose 1999, chronische zervikale Kopf schmerzen und eine Bradykardietendenz erwähnenswert. Die Menopause war mit 45 Jahren eingetreten. Die … Weiterlesen