Quintessenz
- Im fortgeschrittenen Diabetesstadium kann eine Verbesserung der Diabeteseinstellung wegen der Betazelldysfunktion oft nur mittels Insulinbehandlung erreicht werden.
- Die Insulintherapie beim Typ-2-Diabetiker ist indiziert, sobald das Hb-A1c trotz geänderten Lebensstils und der konsequenten Einnahme von oralen Antidiabetika (OAD) über 7,5% ansteigt.
- Als primäre Therapiestrategie wird oft eine Kombinationstherapie von OAD und der Injektion eines Verzögerungsinsulins vor der Bettruhe (Bedtime-Insulin-Regime) gewählt.
- Die intensivierte Insulintherapie (ICT)stellt aber auch beim Diabetes Typ 2 wegen ihrer Überlegenheit die Methode der ersten Wahl dar.
- Kurzwirksame Analoginsuline werden bevorzugt eingesetzt und haben gegenüber Normalinsulin den Vorteil, dass weniger Hypoglykämien auftreten und der postprandiale Blutzuckerspiegel besser kontrolliert werden kann. Analogbasisinsuline hingegen gehören heute noch nicht zu den Therapeutika der ersten Wahl, da der diesbezügliche Erfahrungsstand bislang als unzureichend gelten muss.
Dieser Artikel wurde im Swiss Medical Forum publiziert. Er ist in voller Länge als Download erhältlich: