Wie motiviere ich den Patienten zur Veränderung?

Quintessenz

  • Die Phasen einer Verhaltensänderung wurden von Prochaska und DiClemente bereits 1983 anschaulich dargestellt.
  • Nach dem Prochaska/DiClemente-Modell vollzieht sich jede Veränderung in einer Abfolge von fünf bis sieben Schritten: Präkontemplation (Absichtslosigkeit), Kontemplation (Absichtsbildung), Vorbereitung, Handlung, Aufrechterhaltung, Rückfall, im Idealfall gefolgt von erneuter Aufrechterhaltung und schliesslich Termination.
  • Hauptfehler in der Motivationsarbeit ist, dass das Stadium, in dem sich der Patient befindet, oft unberücksichtigt bleibt.
  • Motivation zu einer Verhaltensänderung beginnt deshalb mit der Frage: In welcher Phase der Veränderung befindet sich der Patient (Stadienzuordnung)?
  • Die ärztliche Intervention muss dann dem jeweiligen Stadium angepasst werden. Sie hat zwei Prioritäten: erstens soll der Patient in seiner Verhaltensänderung vorankommen, und zweitens strebt man eine Stärkung der Selbstwirksamkeit des Patienten an.

Dieser Artikel wurde im Swiss Medical Forum 2008;8(35) publiziert. Er ist in voller Länge als Download erhältlich:
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