Immer mehr Menschen erkranken weltweit an Typ 2-Diabetes. Oft ist eine Behandlung mit oralen Antidiabetika (OAD) für eine suffiziente Stoffwechselkontrolle nicht ausreichend, und es bedarf einer Insulintherapie. Die SGED (Schweizerische Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie) empfiehlt als Behandlungsziel ein HbA1c von < 7 % anzustreben, bei Patienten mit geringem Hypoglykämierisiko sogar ein HbA1c möglichst Nahe am Normalwert. Eine Therapie mit Insulin ist dann angezeigt, wenn trotz ausgebauter Therapie mit OAD und geändertem Lebensstil das HbA1c nicht unter 7 % gesenkt werden kann. Folgende klinische Situationen stellen zudem unabhängig von der Stoffwechselkontrolle eine Indikation für eine Insulintherapie dar: Schwangerschaft, größere Operationen, Behandlung auf der Intensivstation, hochdosierte Glucocorticoidtherapie, schwere periphere Polyneuropathie, Kontraindikationen für OAD. Die Wahl der Insulintherapie richtet sich nach den BZ-Tagesprofilen und den Bedürfnissen des Patienten. Denn nur mit einem motivierten Patienten kann eine Verbesserung der Stoffwechselkontrolle erreicht werden.
Dieser Artikel wurde in Therapeutische Umschau 2009 publiziert. Er ist in voller Länge als Download erhältlich:
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