Wie motiviere ich meine Patienten?

Quintessenz

  • Zur Motivation von Patienten stehen uns Ärzten Empowermentkonzepte, Motivationstheorien, an Ressourcen orientierte Gesprächstechniken und persönlich erworbene Überzeugungsstrategien zur Verfügung. In der täglichen Praxis ist der Ansatz meist ein polypragmatischer.
  • «Empowerment» kann mit «Ermächtigung» übersetzt werden und bezeichnet das Ideal eines Führungskonzeptes, das von Patienten verlangt, wo immer möglich selbständig zu handeln und bei der Therapie mitzuwirken.
  • Die Hauptvoraussetzungen für ein Gelingen der Patientenmotivation sind: echte Autorität; positive Feedbacks; Empathie; Zurückhaltung im Gespräch, um dem Patienten den nötigen Raum zu lassen; aktives Zuhören; die Fähigkeit, die Stärken des Patienten ausreichend zu würdigen und durch Komplimente zu fördern; ein klares, unmissverständliches Kommunikationsverhalten.
  • Überzeugungsarbeit ist immer zielgerichtet. Die Ziele weisen dabei folgende Charakteristika auf: Ziele sollten konkret und bezüglich ihres Erreichens messbar sein, ferner sollten sie realistisch sein und sich auf die Ressourcen des Patienten konzentrieren; Ziele sollten ferner in eine positive Richtung weisen und Zugkraft besitzen, ausserdem sollten sie sich am Erfolg orientieren.

Dieser Artikel wurde im Swiss Medical Forum 2005;5 Publiziert. Er ist in voller Länge als Download erhältlich: