Die 54jährige Frau wurde Mitte Oktober 2003 wegen Adynamie, Übelkeit, Appetitlosigkeit und zunehmender Schwäche hospitalisiert, nachdem der Hausarzt ein Serumnatrium von 124 mmol/L festgestellt hatte. Weiter beklagte die Patientin Muskelkrämpfe, eine Störung des Geschmackssinnes sowie Lumbalgien, welche 1 bis 2 Monate vorher eingesetzt hatten. Aus der früheren Anamnese waren eine Sectio caesarea 1972, ein Zustand nach Pleuritis 1994 sowie eine Hysterektomie im Jahr 1996 erwähnenswert. Knapp einen Monat vor der aktuellen Hospitalisation musste die Patientin ein erstes Mal stationär behandelt werden – wegen einer Infektion im Bereiche des oberen Respirationstraktes. Endokrinologische Abklärungen wurden zu diesem Zeitpunkt keine vorgenommen. Die Menopause war mit 45 Jahren eingetreten. Seitens des betreuenden Gynäkologen wurde eine Hormonersatztherapie durchgeführt, initial mit einem sequentiellen Östrogen-/Gestagen-Präparat, nach der Hysterektomie 1996 erfolgte eine transdermale Östrogen-Monotherapie. Zu Beginn dieser Therapie wurde eine Mammographie veranlasst. Folgeuntersuchungen unterblieben.
Dieser Artikel wurde im Swiss Medical Forum 2004;4 Publiziert. Er ist in voller Länge als Download erhältlich: